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Montag, 28. November 2011
Jeder Schritt zählt: Gesundheitsstudie „Damp plus 3.000!“ von Deutscher Hochdruckliga e.V. ausgezeichnet

Ausgezeichnete Studie „Damp plus 3.000!“ (von Links: Dr. Matthias Grünhagen, Deutsches Zentrum für Präventivmedizin Damp, Michael Schürmann, Vorsitzender der Kappelner Rudervereinigung, Professor Dr. Matthias Köhler, Leiter der Reha-Klinik Damp)
Bluthochdruck ist Deutschlands Volkskrankheit Nummer eins. „Damp plus 3.000!“ hat gezeigt, dass zusätzliche Bewegung wie beispielsweise ein regelmäßiger 15-minütiger Spaziergang am Tag den Bauchumfang und den Blutdruck senkt. Die Studie des Deutschen Zentrums für Präventivmedizin, der Reha-Klinik Damp und des Instituts für Sportwissenschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist dafür am Donnerstag, den 24. November 2011, mit dem Förderpreis für Sport und nicht-medikamentöse Therapie bei Bluthochdruck der Deutschen Hochdruckliga e.V. ausgezeichnet worden. Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro spendeten die Preisträger der Rudervereinigung Kappeln.
Damp 28. November 2011
Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts ist nahezu jeder zweite Deutsche ab dem 50. Lebensjahr von Bluthochdruck betroffen, mit zum Teil weitreichenden Folgen. Dabei kann man den erhöhten Blutdruck auch durch einen gesundheitsbewussten Lebensstil senken und Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen entgegen wirken. Unter ärztlicher Begleitung von Dr. Matthias Grünhagen trugen zwei Studiengruppen, 26 Mitarbeiter der Reha-Klinik Damp und 23 Mitarbeiter der Arztsoftware-Firma DAMPSOFT, ein halbes Jahr einen Schrittzähler, dokumentierten die Anzahl ihrer Schritte in Bewegungstagebüchern, maßen regelmäßig Bauchumfang und Blutdruck. Im Rahmen eines Programms zur betrieblichen Gesundheitsförderung wurde den Probanden als Ziel vorgegeben, täglich 3.000 Schritte mehr zu gehen als ihr zu Beginn ermitteltes Ausgangsniveau. Die Ergebnisse waren beachtlich: Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Schrittzähler erhöhte sich das Aktivitätsniveau der Probanden im Studienverlauf mit durchschnittlich zusätzlichen 2.281 Schritten pro Tag um fast 30 Prozent. Der Bauchumfang nahm im Studienverlauf im Durchschnitt drei Zentimeter ab. Die diastolischen Blutdruckwerte wurden ab einer Steigerung der körperlichen Aktivität um 2.000 Schritte/Tag um fast 5 mm Hg gesenkt.
„Unsere Studie hat gezeigt, wie wichtig körperliche Aktivität für unsere Gesundheit ist. Der Arbeitsplatz bietet gute und einfache Möglichkeiten, alle relevanten Risikogruppen mit zielgerichteten, nachhaltigen und individuellen Präventionsmaßnahmen zu erreichen. Arbeitgeber haben ein großes Interesse daran die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten“, erläutert Dr. Matthias Grünhagen vom Deutschen Zentrum für Präventivmedizin in Damp. „Durch diese einfache und individuell auf die Probanden angepasste Maßnahme ist der Blutdruck wirksam gesenkt worden.“ Professor Dr. Burkhard Weisser vom Institut für Sportwissenschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ergänzt: „Gerade in den westlichen Industrieländern bewegen sich die Menschen zu wenig und setzen sich und ihren Körper einem hohem Risiko aus. Die Studie hat erstmals bewiesen, dass schon geringe Steigerungen des Bewegungsumfangs mittels Schrittzähler den Blutdruck senken, was zum Beispiel mit einer deutlichen Senkung des Schlaganfallrisikos verbunden ist.“
„Die Studie zeigt, dass wir mit unseren Präventionsangeboten in Damp nachhaltige gesundheitsfördernde Effekte bewirken können. Der betrieblichen Gesundheitsförderung kommt schon allein durch den demographischen Wandel und die älter werdenden Belegschaften eine besondere Bedeutung zu“, erläutert Professor Dr. Matthias Köhler, Leiter der Reha-Klinik Damp, der die Studie wie auch Professor Dr. Weisser wissenschaftlich begleitete.
Auch Marlies Greifenberg, Personalleiterin des Softwareentwicklers DAMPSOFT unterstreicht den Nutzen für das eigene Unternehmen: „Die betriebliche Gesundheitsförderung hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Für unsere Mitarbeiter bieten wir seit vielen Jahren verschiedene Aktivitäten zur betrieblichen Gesundheitsförderung an. Die Studie „Damp plus 3.000!“ hat eindrucksvoll gezeigt, dass Maßnahmen nicht mit einem hohen Aufwand verbunden sein müssen. Auch mit geringen Mitteln lassen sich positive Einflüsse auf die Gesundheit sowie die Produktivität und Motivation der Mitarbeiter erzielen.“
Kappelner Ruderer freuen sich über die Spende von 1.500 Euro
Am Montag nach der Preisverleihung durch die Deutsche Hochdruckliga e.V. überreichten Dr. Matthias Grünhagen und Professor Dr. Matthias Köhler das Preisgeld in Form eines Spendenschecks an Michael Schürmann, Vorsitzender der Kappelner Rudervereinigung. Die Kappelner Rudervereinigung bietet ihren Mitgliedern vom Kinder-, über den Jugend- bis hin zum Erwachsenensport alle Facetten des Rudersports. Unter ihnen finden sich Breitensportler wie auch Spitzensportler, die an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Aushängeschild der Kappelner Ruderer ist Judith Sievers, die 2010 Jugend-Olympiasiegerin und Juniorinnen-Weltmeisterin im Einer war. Mit der Spende will der Verein den Grundstock für die Beschaffung eines neuen Rennvierers legen.
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Bildunterschrift: Ausgezeichnete Studie „Damp plus 3.000!“ (von Links: Dr. Matthias Grünhagen, Deutsches Zentrum für Präventivmedizin Damp, Michael Schürmann, Vorsitzender der Kappelner Rudervereinigung, Professor Dr. Matthias Köhler, Leiter der Reha-Klinik Damp)