Narkoseverfahren

Der landläufige Begriff "Narkoseabteilung" ist nur noch im historischen Bezug auf eine moderne Anästhesie anwendbar. Das Anästhesieteam kümmert sich um Ihr Wohlergehen und die Sicherung Ihrer Körperfunktionen im gesamten "perioperativen" Zeitraum, d.h. vor, während und nach der Operation. Zielvorgabe ist heutzutage weniger der reine Narkosezustand als vielmehr die vollständige Schmerzfreiheit während und nach der OP. Dabei spielen Ihr Gesundheitszustand, Ihre speziellen Wünsche und die Erfordernisse für den Operateur zusammen eine entscheidende Rolle bei der Auswahl eines geeigneten Verfahrens.

Sie können bei einigen Eingriffen selbst wählen, ob Sie während der Operation schlafen möchten oder nicht und z.B. auch entspannender Musik über einen Kopfhörer lauschen.

Regionale Anästhesieformen

In der ENDO-Klinik haben wir von Anfang an sehr großen Wert auf die Weiterentwicklung der regionalen Anästhesieformen gelegt (d.h. es wird nur das betäubt, was operiert wird) und damit im Laufe der Zeit erhebliche Erfahrungen sammeln können.
Insbesondere bei älteren Menschen, besonderen Vorerkrankungen und auch bei bestimmten Eingriffen mit Verwendung von Knochenzement ist dieses Verfahren der klassischen Vollnarkose sogar überlegen.

Vollnarkose

Die Vollnarkose selbst, die auch bei uns für größere Eingriffe, neurochirurgische Operationen, Schultereingriffe etc. routinemäßig zum Einsatz kommt, ist in den letzten zehn Jahren ständig verbessert worden. Heute kann man sagen, dass eine Narkose für unsere Patienten lediglich noch eine Leber- und Nervenzellbelastung etwa "in der Größenordnung eines Glases Wein" bedeutet und damit sehr gut verträglich ist.

Rückenmarksnahe Kathetertechniken

Unser Team verfügt darüber hinaus über umfangreiche Erfahrungen mit rückenmarksnahen Kathetertechniken. Diese ermöglichen z.B. überhaupt erst eine wirklich wirksame Schmerztherapie nach dem Eingriff, etwa bei Knieoperationen. Komplikationen wie Nervenverletzungen oder Blutungen sehen wir dank der modernen Techniken und Materialien, die heute zur Verfügung stehen, so gut wie überhaupt nicht.

Fremdblutsparende Maßnahmen

Das in der Blutbank mit der Eigenblutspende bereits begonnene Konzept zur Einsparung von Fremdblut wird während und nach der Operation fortgeführt; eine milde Blutdrucksenkung und Blutverdünnung sowie die Rückgewinnung Ihrer während des Eingriffs verlorenen roten Blutkörperchen mit Hilfe spezieller Zentrifugen runden dieses Konzept ab.

Nach der Operation folgt die lückenlose Überwachung auf einer Wach- bzw. Intensivstation. Hier wird das verlorene Wundblut weiter gesammelt und bei Bedarf rücktransfundiert.