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Arthroskopie
Bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sind erste Gelenkspiegelungen vorgenommen worden, damals natürlich noch ohne Fernsehtechnik. Erst in den 80er Jahren hat diese Operationstechnik ihren Siegeszug angetreten und die Möglichkeiten, mittels dieser "Schlüssellochtechnologie" Eingriffe vorzunehmen, wurden zunehmend verfeinert. Viele Operationen, die früher einen größeren Schnitt erforderten, können heutzutage mit der Kameramethode durchgeführt werden. Über einen kleinen Schnitt (kleiner als 1cm) wird eine bleistiftdünne Kamera in das Gelenk eingeführt und über einen zweiten kleinen Schnittes können spezielle Instrumente (Untersuchungsinstrumente, Schere etc.) geführt werden.
Somit können nicht nur rein diagnostische Maßnahmen, sondern in gleicher Sitzung auch Behandlungen des Gelenkes (interventionelle Arthroskopie) durchgeführt werden. Die Haupteinsatzgebiete dieser Methode sind das Kniegelenk, die Schulter und das Sprunggelenk.
Arthroskopie am Knie- und Sprunggelenk:
- Meniskusveränderungen (z.B. Meniskusriß, Ganglion). Hierbei kann eine Teilentfernung oder in ausgesuchten Fällen eine Naht erfolgen.
- Wiederherstellungsoperationen bei Bandverletzungen
- Isolierte Knorpelläsionen
- Knochen-/Knorpel-Defekte ("Osteochondrosis dissecans")
- Gelenkhauterkrankungen
- Freie Gelenkkörper
- Verwachsungen mit Bewegungseinschränkung
- Fehllauf der Kniescheibe
Die rein diagnostische Kniegelenksspiegelung ist sehr selten erforderlich, da mit einer klinischen Untersuchung, dem Röntgen und insbesondere der Kernspintomographie die meisten Erkrankungen im Vorwege erkannt werden können und die Arthroskopie somit eine entsprechende Behandlung beinhalten sollte.
Arthroskopie am Schulter- und Ellengelenk:
Ähnlich wie am Kniegelenk sind am Schultergelenk zunehmend mehr minimal-invasive Operationen möglich.
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