
Chefarzt
Dr. med. Günther Langhans
Telefon: 03831 3524-00
Telefax: 03831 3524-05
E-Mail: hno(at)klinikum-hst.de

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde blickt auf eine über 100-jährige Tradition in Stralsund zurück. Von Beginn an wurde hier nach den neuesten Erkenntnissen der Technik behandelt. Das Operationsspektrum in der HNO-Heilkunde umfasst neben dem üblichen Spektrum beispielsweise auch die Organ erhaltende Tumortherapie des Fachgebietes unter Anwendung von Laser und Argon-Plasma-Chirurgie.
Des Weiteren wird die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie von Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen gewährleistet. Zusätzlich werden kosmetische Operationen (zum Beispiel Ohrmuschelplastiken) bei Kindern und Erwachsenen durchgeführt.
Neu etabliert wurde auch die Radiofrequenztherapie. Hier können vergrößerte Nasenmuscheln, die zu einer Nasenatmungsbehinderung führen, mit Hilfe dieser Radiofrequenzsonden verkleinert werden. Bei Patienten, die wegen eines verlängerten Zäpfchens oder zuviel Weichteilgewebe im Mundrachenbereich schnarchen, kann durch die Radiofrequenztherapie die Symptomatik gebessert oder beseitigt werden. Beide Eingriffe sind ambulant möglich und auch in örtlicher Betäubung durchführbar.
So kann die Klinik schon seit einigen Jahren Patienten, die auf ein Hörgerät angewiesen sind und mit diesem vielfältige Probleme haben, mit einer modernen neuen Lösung helfen. Das von der HNO-Klinik angewendete BAHA-Hörsystem bietet über ein teilimplantiertes Hörgerät, die Möglichkeit den Schall von außen über den Knochen direkt ins Innenohr zu übertragen, ohne den Gehörkanal oder das Mittelohr mit einzubeziehen. Schmerzhafte Druckstellen im Bereich der Anpressfläche des herkömmlichen Hörgerätes und eine Dämpfung der Schallübertragung durch die Haut entfallen damit. Der chirurgische Eingriff unter Lokal- oder Vollnarkose dauert in der Regel weniger als eine Stunde und ist für den Patienten mit wenig Schmerzen verbunden. In bestechender Qualität kann nun wieder gehört werden und das BAHA-Hörsystem wird von den meisten Patienten nach der Implantation nicht mehr als Fremdkörper, sondern als Teil ihres Körpers empfunden. In weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und darüber hinaus ist diese Technik noch nicht sehr bekannt, obwohl sie Hörgeschädigten eine große Erleichterung bietet und die Behandlungskosten von den Krankenkassen gezahlt werden.
Das interdisziplinäre Schlaflabor, welches durch Kollegen der Neurologie, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und der Inneren Medizin betrieben wird, erweitert unser Leistungsangebot. Durch diese Mannigfaltigkeit der Fachrichtungen ist gewährleistet, dass Patienten mit jeglicher Ursache für die Schlafstörung fachspezifisch und suffizient diagnostiziert und auch behandelt werden können.