Chefarzt

Dr. med. Martin Herberhold
Telefon: 03831 4526-00
Telefax: 03831 4526-05
E-Mail: kinder-jugend-psychiatrie[at]klinikum-hst.de

Haus Löwenherz

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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Rostocker Chaussee 70
18437 Stralsund


Kinderstationen

Kinder werden auf den Stationen 2 und 3 behandelt. Es stehen 20 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Die Station 2 verfügt über 10 Behandlungsplätze in Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern. Neben Ergotherapie und Schule hat die Gruppe eine besondere Bedeutung. Es wird gemeinsam gegessen und gespielt.
Die Station 2 bietet auch Behandlungsplätze für Vorschulkinder mit der Möglichkeit einer  Abklärung von Entwicklungsverzögerungen in motorischer, sprachlicher oder leistungsmäßiger Hinsicht.

Des weiteren werden auf dieser Station Schulkinder bis zum 10. Lebensjahr behandelt, wobei Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen (ADHS), emotionale Problemstellungen, Teilleistungsstörungen, neurologische und psychosomatische Leiden mit viel Erfahrung diagnostiziert und behandelt werden.

In diesem Entwicklungsalter ist uns die Einbeziehung der Familie in alle diagnostischen und therapeutischen Abläufe besonders wichtig. So finden auf dieser Station regelmäßig Elternnachmittage statt. Vereinzelt bieten wir auch vollstationäre Familientherapien mit Anwesenheit der gesamten Familie an. 
Neben den bekannten schulmedizinischen funktions- und psychotherapeutischen Angeboten integrieren wir zunehmend alternative Heilmethoden (Akupressur, naturheilkundliche Pharmakologie, Homöopathie) in die Behandlung, um die Selbstheilungskräfte unserer jungen Patienten zu stärken und die Belastungen möglichst gering zu halten.

Als besonderes Behandlungsangebot verfügt diese Station über einen Eltern-/Mutter-Kind-Behandlungsplatz für Kinder von 0 bis 4 Jahren.

Die Station 3 bietet 10 Behandlungsplätze für Kinder und Jugendliche zwischen 11 und maximal 15 Jahren. Auch hier sind die Kinder/Jugendlichen in Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern untergebracht, ein großes Zimmer kann als Familienzimmer genutzt werden. Tagsüber verbringen die Kinder und Jugendlichen ihre gemeinsame Zeit in den Gruppen, ein großer Sport- und Aktivitätsraum steht der Station zur Verfügung.

Sehr häufig kommt es zur stationären Aufnahme aufgrund von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten mit erheblichen Folgeerkrankungen, die zu einer psychosozialen Belastung der gesamten Familie führen und Einbrüche in der Zukunftsperspektive/Schulkarriere der Kinder und Jugendlichen hervorrufen. In dieser Altersgruppe sind aber ebenfalls häufig eine Fülle emotionaler Probleme zu sehen, die sich aus den entwicklungspsychologischen Besonderheiten dieser Altersgruppe erklären, aber auch Ausdruck der mitunter hohen Belastung der Kinder und Jugendlichen durch traumatisierende Erfahrungen darstellen.

In diesem Zusammenhang ist uns die Hinwendung zu den eigentlichen Stärken und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig, so dass die Therapieangebote auf bestehende Fähigkeiten und Talente fokussieren. Besondere Bedeutung erlangt hier die Selbstwertstärkung über altersangemessene alltagspraktische Erfolgserlebnisse, aber auch als besonderes Therapieangebot den täglichen Umgang mit Tieren zu erleben und darüber niederschwellig Bindung, Fürsorge und Verantwortung zu erfahren und zu üben.

Alle Kinderstationen orientieren sich weitgehend an familienähnlichen Strukturen, in denen die Kinder und Jugendlichen in Kleingruppen mit Bezugsbetreuern leben. Der Alltag ist dem außerklinischen Alltag angeglichen und verlangt die Einhaltung einer Tagesstruktur, den Besuch der Schule und die Teilnahme an Therapien sowie Freizeitaktivitäten. Ebenso gehört die Übernahme von Aufgaben und Verantwortung als soziotherapeutische Maßnahme zu unserem umfassenden Behandlungsprogramm.

Des weiteren finden einzel- und gruppentherapeutische Angebote statt. Nonverbale Therapieangebote wie Musiktherapie, Tanztherapie und Spieltherapie werden ergänzt durch funktionstherapeutische Angebote der Ergo- und Physiotherapie. Ein sonderpädagogisches Förderprogramm ist auf der Station der Vorschul- und jüngeren Schulkinder integriert.

Familiengespräche sowie die Weiterentwicklung der innerfamiliären Beziehungen haben auf diesen Stationen eine besondere Bedeutung.