Kontakt

Erreichbar sind wir telefonisch unter folgender Nummer mit Anrufbeantworter:

Institutsambulanz:
Frau Bergmann
Telefon: 03831 452655

Tagesklinik:
Telefon: 03831 452640

E-Mail:
grit.wasmund(at)klinikum-hst.de
susanne.schmidt(at)klinikum-hst.de

Bei Fragen nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.

Elternbrief

Die wichtigsten Informationen für Eltern  haben wir Ihnen hier zusammen gestellt.

Tageskliniken Stralsund

Familien-Tagesklinik

In der Familientagesklinik werden 10 Kinder im Alter von 6-14 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern (Bindungspersonen) gleichzeitig behandelt, um die psychischen Erkrankungen des Kindes bewältigen bzw. um zugrundeliegende Interaktionsstörungen verändern zu können.

Die gleichzeitige Behandlung von mehreren Familien, die ein ähnliches Problem mit ihren Kindern haben, solidarisiert und vervielfältigt den Perspektivwechsel. Familien werden für die Sichtweisen der anderen offener und wagen im Schutz der Gruppe ihre eigenen festgefahrenen, die Krankheit des Kindes unterhaltenden Interaktions- und Beziehungsmuster zu verändern. Diese so genannte Multifamilientherapie verbessert nachhaltig sowohl die Symptomatik der Kinder als auch die der belasteten Bezugspersonen und der familiären Beziehungen.

Damit stellt die Anwesenheit der Eltern eine Behandlungsvoraussetzung dar, so sind jeden Donnerstag alle Eltern anwesend und an den übrigen Behandlungstagen bei individuell vereinbarten Therapien zugegen. Wir arbeiten eng mit der Klinikschule zusammen und das Klassenzimmer mit elterlicher Präsenz ist am Donnerstag fester Bestandteil des Behandlungskonzeptes neben Interaktionstherapie vor bindungstheoretischem Hintergrund und Elterngruppen, in denen durch emotional tragende Anteilnahme an schmerzlichen Lebenserfahrungen anderer Familien gegenseitige Trost-, und solidarische Entlastungserfahrungen gemacht werden.

Aber auch erlebniszentrierte, handlungsorientierte Familienaktivitäten, wie z.B. die Methode der Familienkonferenz und alltagsnahe Aktionen, wie gemeinsames Kochen aller sind Erfahrungsräume der Familie, in denen wir sie in teilnehmender Beobachtungsrolle begleiten und ggf. zeitnah reflektieren und therapeutisch intervenieren.

Die Aufgabe des Behandlerteams ist es, die Familien zu verbinden, in dem sie eine angstfreie und offene Atmosphäre schaffen, einen strukturierenden Rahmen sichern und spezifische Therapieformen anbieten, damit gruppentherapeutische Wirkfaktoren zum Tragen kommen können.

In aller Regel bilden sich die psychischen Erkrankungen von Kindern auch in der Schule ab. In MV erreichen 18% der Schüler keinen Schulabschluss (Bertelsmann Stiftung 2010). Unerkannte bzw. unbehandelte psychische Erkrankungen haben daran Anteil. In der Stralsunder Familienschule wird daher eine enge Kooperation mit der Heimatschule gesucht. Insbesondere aber besuchen die Eltern mit ihren Kindern die Klinkschule „Ernst von Haselberg“ und sind dort aktiv in die Verhaltenssteuerung ihrer Kinder im Unterricht in einem differenzierten therapeutischen Format eingebunden. Dieses Vorgehen ist seitens des Bildungsministeriums als Landesschulversuch anerkannt und wird von der Hochschule Neubrandenburg wissenschaftlich begleitet.

Wie kommt man zu uns?

Die Kinder kommen auf Anraten von Ärzten, Beratungsstellen, Gesundheits- oder Jugendämtern, Lehrern und Schulpsychologen oder über unsere Institutsambulanz.

Die Erziehungsberechtigten wenden sich wegen der notwendigen Vorgespräche an die Institutsambulanz mit dem Überweisungsschein vom niedergelassenen Haus- oder Facharzt. In der Institutsambulanz erfolg ein individuelles Vorgespräch bzgl. der Aufnahme in unserer Tagesklinik.

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Tagesklinik II (Jugendliche)

Aufnahmegrund:

Unsere Patienten kommen zu uns, wenn sich bei Schulproblemen, sozialem Rückzug, familiären Beziehungsschwierigkeiten u.a. Problemen eine ambulante Behandlung als nicht (mehr) ausreichend zeigt, das vollstationäre Setting aber nicht oder nicht mehr erforderlich ist. Die tagesklinische Behandlung profitiert davon, dass soziale Umfeldstrukturen erhalten, intensiv genutzt und auch positiv beeinflusst werden können.
Altersspezifisch stehen bei uns Lernstörungen und emotionale Störungen, oft im Rahmen von pubertären Reifungs- und Selbstwertkrisen sowie entsprechenden Entwicklungsblockaden, häufig in Form von Angst, Depression und Somatisierung im Vordergrund.

Tagesstationsbedingungen:

Die Tagesklinik II verfügt über 6 Behandlungsplätze für Kinder und Jugendliche im Alter von ca. 12-18 Jahren.
Ein Team aus Arzt, Psychologe, Fachpflegekräften und Fachtherapeuten stellen in der Woche von 7.30-15.30 Uhr einen therapeutischen Erfahrungsraum zur Verfügung, in dem nach anfänglicher umfassender fachspezifischer Diagnostik für jeden Patienten ein individueller Therapieplan entwickelt wird, in dem systemische, psychodynamische und verhaltentherapeutische Behandlungsansätze zum Tragen kommen.

Behandlungskonzept/Therapieformen:

Wir arbeiten methodenübergreifend, ressourcenorientiert und selbstwertbestärkend einzel- und gruppentherapeutisch und bieten dabei an:

  • Ergotherapie/Arbeitstherapie
  • Physiotherapie, Sport
  • Kreativitätstherapien (Musiktherapie, Theatertherapie)
  • Reittherapie
  • Soziales Kompetenztraining
  • Selbstbehauptungstraining
  • Entspannungstherapie  
  • Medikamentöse Therapie, Naturheilverfahren, u.a. Akupunktur

ebenfalls beinhaltend:

  • intensive Elternarbeit (Familiengespräche, Elterntherapietag, wöchentlich Elterncafe als Austauschmöglichkeit mit anderen Eltern),
  • Kleinstklassenbeschulung in der eigenständigen Klinikschule mit individueller Förderung in Absprache mit Heimatschule mit Ziel der erfolgreichen schulischen Reintegration bzw. Klärung weiterer Perspektiven
  • Soziotherapeutische Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, Arbeitsamt u.ä. bei Notwendigkeit.

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