Kontakt

Dr. Joachim Georgi
Chefarzt
Tel: 04352 - 80 6147
joachim.georgi(at)damp.de

Rheumatologie
Innere Medizin
In der Abteilung Innere Medizin/Rheumatologie der Ostseeklinik Damp werden (sowohl ambulant als auch stationär) Patienten mit rheumatischen Beschwerden untersucht und behandelt. Anders als in anderen Ländern sind die deutschen Rheumaspezialisten grundsätzlich auch Fachärzte für Innere Medizin, die sich nach der Facharztprüfung weiter spezialisiert haben. Zusätzliche Spezialisierungen der Abteilung bestehen auf dem Gebiet der speziellen Schmerztherapie und der physikalischen Behandlung.
Das Wort "Rheuma" ist ein unscharfer Sammelbegriff für alle Arten von Schmerz am Bewegungsapparat. Derartige Schmerzen sind in der industrialisierten Welt weit verbreitet und verursachen aufgrund ihres chronischen Verlaufs erhebliche direkte (Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, etc.) und indirekte Kosten (Arbeitsunfähigkeit, vorzeitige Berentung, etc.).
Rheumatische Erkrankungen lassen sich grob in drei Gruppen aufteilen:
- Entzündlich-rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder andere Spondylarthropathien, Kollagenosen, Vaskulitiden, etc.)
- Verschleißbedingte Gelenkerkrankungen (Arthrose, anglo-amerikanisch: Osteo-arthritis).
- Weichteilrheumatische Erkrankungen (muskuläre Schmerzen teils lokalisiert, teils generalisiert im Sinne einer Fibromyalgie).
Das gemeinsame Merkmal dieser Krankheitsgruppen ist der Schmerz. Anhand der Anamneseerhebung, der klinischen Untersuchung, der Laboruntersuchungen, der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, Sonographie, evtl. CT oder MRT) wird bei dem Rheumatiker die Diagnose gestellt.
Die Behandlung einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung sieht natürlich anders aus als die einer Arthrose oder einer weichteilrheumatischen Beschwerde. Die Therapiepläne werden für jeden Patienten individuell erstellt. Sie umfassen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in stärkerem Maße Medikamente (evtl. Cortisonpräparate oder Basistherapeutika bishin zu den erst seit kurzem zugelassenen TNF-Alpha-Antikörpern). Bei degenerativen rheumatischen Erkrankungen kommt eine medikamentöse Schmerztherapie (periphere oder zentrale Schmerzmittel bishin zu Schmerzpflaster), eine individuelle physikalische Therapie (Einzel-Krankengymnastik, Bewegungsübungen, Elektrotherapie, Bäder, etc.), eine Hilfsmittelversorgung und auch rheuma-chirurgische Eingriffe in Absprache mit unseren orthopädischen Kollegen zur Anwendung.
Weichteilrheumatische Erkrankungen erfahren eine intensive physikalische Therapie mit ca. 5 7 Anwendungen pro Tag, täglichen Visiten, Schulungsveranstaltungen für Patienten und einer psychologischen Schmerzbewältigungsgruppe. Die Liegedauer des Patienten wird ebenso individuell festgelegt wie sein Behandlungsplan. Kommt der Patient lediglich aus diagnostischen Gründen, wird der Aufenthalt 2 4 Tage in Anspruch nehmen. Kommt er aus therapeutischen Gründen, bleibt er in der Regel 14 Tage.
Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung ist die differenzierte Schmerztherapie. Dabei kommt den Patienten insbesondere die lange interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den orthopädischen, neurologischen und neurochirurgischen Abteilungen zugute. Darüber hinaus besteht eine Spezialisierung auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie der Osteoporose.