Chefarzt

Dr. Andreas Conrad
Arzt für Neurologie und Psychiatrie
Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Physikalische Therapie / Spezielle Schmerztherapie / Chirotherapie
Telefon: 04352 80-8419
E-Mail: andreas.conrad(at)damp.de  

Neurologie

In der Abteilung Neurologie der Reha-Klinik Damp erfolgt die umfassende Rehabilitation der psychischen, körperlichen und sozialen Folgen der meisten Erkrankungen des Nervensystems in den Phasen C und D nach den Richtlinien der BAR (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation). Dazu zählen die Rehabilitation nach

  • Schlaganfall, Hirnblutungund Operation zerebraler Gefäße,
  • Operation, Bestrahlung und/oder Chemotherapie bei Tumoren und Missbildungen von Gehirn und Rückenmark,
  • traumatischer Schädigung von Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven,
  • entzündlichen Erkrankungen des Zentralen und Peripheren Nervensystems wie insbesondere der Multiplen Sklerose (MS), aber auch durch Erreger hervorgerufene Hirn-, Rückenmarks- und Hirnhautentzündungen, Polyneuritis und Polyradikulitis Guillain-Barré, Meningoradikulopolyneuritis bei Borreliosen und andere entzündliche ZNS- Erkrankungen.
  • Polyneuropathien und Hirnnervenerkrankungen,
  • Basalganglienerkrankungen wie dem M. Parkinson und andere Systemerkrankungen bei vorhandenem Rehabilitationspotential.
  • Chronifizierte Schmerzsyndromeim Bereich neurologischer Krankheitsbilder wie Migräne, Spannungskopfschmerz und andere Kopfschmerzerkrankungen oder neuropathische Schmerzsyndrome (chronische Nervenschmerzen).

Die Neurologie der Reha-Klinik Damp ist anerkanntes und DMSG- zertifiziertes MS-Zentrum. Ein wesentliches Merkmal ist darüber hinaus eine große physikalische Abteilung mit über 200 Therapeuten sowie den speziellen Abteilungen der Ergotherapie, Logopädie und Psychologie mit ihren zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten. Am Standort besteht zudem die Behandlungsmöglichkeit in einer modernen Dialyseabteilung mit 11 Behandlungsplätzen, in der auch Peritonealdialysepatienten mitbetreut werden können.

Die Neurologische Abteilung der Reha-Klinik Damp ist eingebettet in ein interdisziplinäres Umfeld weiterer großer orthopädischer, internistisch-kardiologischer, neurochirurgischer, rheumatologischer und psychosomatischer Abteilungen, die auch eine Mitbehandlung von Begleiterkrankungen ermöglichen. Entsprechende Fachabteilungen für den akutmedizinischen und operativen Bereich befinden sich in der unmittelbar benachbarten Ostseeklinik Damp. Die dortige Neurologische Abteilung führt auch die Frührehabilitation in der Phase B nach BAR durch, so dass im Damper Klinikkomplex die vollständige neurologische Rehabilitationskette vertreten ist.

Die Neurologische Frührehabilitation

Die Neurologische Rehabilitation der Patienten wird, je nach ihrer Mobilität, zentral in unserem zwischen 50-200m Wegeleistung entfernten Therapie Centrum organisiert. Außerdem werden für noch hochgradig in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten auf der Station entsprechende Therapieräume (einschließlich Ergotherapie) vorgehalten. Neuropsychologie und Logopädie sind in zentralen Einheiten stationsnah im gleichen oder angrenzenden Stockwerk untergebracht. Der steigende Bedarf für frührehabilitative Behandlungen von Schlaganfalls-, Trauma- und Tumorpatienten veranlasste uns zur Einrichtung einer Station, auf der auch schwerpflegebedürftige Patienten mit noch hochgradigen neurologischen Ausfallserscheinungen entsprechend der Rehabilitationsphase C behandelt werden. Der personelle, technische und räumliche Standard entspricht den Empfehlungen der „Arbeitsgemeinschaft Neurologisch-Neurochirurgische Frührehabilitation“ innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren. Die Zuordnung zur Phase C und mit den Kostenträgern vereinbarte Voraussetzung zur Aufnahme erfolgt anhand eines Behandlungskorridors zwischen 35 und 70 Punkten im sogenannten „BARTHEL-Index“, wobei schwere kognitive Störungen gesondert bewertet werden müssen.

Die Rehabilitation in der Phase B erfolgt in den benachbarten Neurologischen Abteilungen des Schleiklinikums Schleswig MLK und der Ostseeklinik Damp, die sich anschließenden Phasen C und D (AHB/ AR- Verfahren) in der Reha-Klinik Damp. Die Phase D (AHB/ AR- Verfahren) entspricht der normalen Anschlussheilbehandlung oder dem Heilverfahren, welche bereits eine weitgehende Alltagsselbständigkeit des Rehabilitanden voraussetzen, so dass er alle Arzt-, Behandlungs- und Veranstaltungstermine von seinem Patientenappartement aus selbständig aufsuchen kann. Damit ist innerhalb des Damper Klinikkomplexes die komplette Rehabilitation beispielsweise von Schlaganfallspatienten nach Abschluss ihrer Akutbehandlung in einer sog. Stroke-Unit bis hin zur Entlassung nach Hause und ggf. bis zum Beginn einer stufenweisen Wiedereingliederung in das Berufsleben möglich.

Ausschlusskriterium für eine Aufnahme sind die intermittierende Beatmungspflichtigkeit bei Tracheostoma oder schwerste Begleiterkrankungen, die auf Dauer eine therapeutische Belastbarkeit für eine ausreichende Mobilisation, zumindest auf Zimmerebene, nicht zulassen. Notfalls ist jedoch auf der unmittelbar benachbarten Intensivstation der Ostseeklinik Damp die Möglichkeit einer intermittierenden maschinellen Beatmung gegeben. Beaufsichtigungspflichtige Verhaltensstörungen und Weglauftendenzen können in der vorhandenen therapeutischen Umgebung ebenfalls nicht betreut werden.