
Station für Sucht und Psychose
Viele Patientinnen und Patienten haben neben einer Psychoseerkrankung auch eine Suchterkrankung (sogenannte Doppelproblematik).
Hier begegnen wir insbesondere den Suchtmitteln Alkohol, Haschisch, Benzodiazepinen und Akineton, aber zunehmend auch harten Drogen wie Amphetaminen, Ecstacy, Kokain, Halluzinogenen und Heroin. Diese Doppelproblematik bereitet vielfältige Schwierigkeiten in der Diagnostik und Therapie dieser Krankheiten. Hierdurch wird ein spezifisch abgestimmtes Therapiekonzept erforderlich, das die Behandlung beider Erkrankungen in angemessener Weise berücksichtigt.
Das Schlei-Klinikum Schleswig FKSL macht hier seit Oktober 1996 ein Angebot zur differenzierten Diagnostik und Therapie dieser Patienten. Es werden in der Regel Patienten aus dem nördlichen Schleswig-Holstein aufgenommen.
Ausgehend von dem Verletzlichkeit-Stress-Bewältigungsmodell als Erklärungsansatz für die Krankheitsbedingungen der Schizophrenie (Ciompi) bemühen wir uns, therapeutische Ansätze der Suchttherapie (mit Motivationsarbeit und Standortbestimmung) und der Psychosentherapie (mit medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung) in einen einheitlichen Behandlungsansatz zu bringen.
Hierbei geht es insbesondere darum, gemeinsam mit unseren Patienten ein neues Krankheitsverständnis zu erarbeiten und die Verbesserung der Selbstwahrnehmung sowie der Nutzung eigener Möglichkeiten (Ressourcen) zu fördern.
An dieser Stelle nimmt die Information und Aufklärung unserer Patienten über ihre Krankheiten und deren nähere Bedingungen im Rahmen der psychoedukativen Gruppenangebote einen besonderen Platz ein.
- Therapeutisches Angebot
- Aufnahmekriterien und Modalitäten